Du suchst eine KI-Agentur und liest gerade das dritte Angebot in Folge, das gleich klingt wie das erste. Viel „individuell“, viel „Zukunft“, wenig Konkretes. Bevor du das nächste Erstgespräch buchst, helfen dir sieben Fragen mehr als jede Homepage.
Die Fragen bringen dir nichts, wenn du sie nur stellst. Sie bringen dir etwas, wenn du an der Antwort merkst, ob dir jemand wirklich zuhört oder dir eine Standardpräsentation vorspult.
Gerade im Raum Wien gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Anbietern, die sich KI-Agentur nennen. Das ist grundsätzlich gut, denn Auswahl bedeutet Wettbewerb. Es bedeutet aber auch, dass du als Inhaber selbst filtern musst, wer zu deinem Betrieb passt und wer nur ein Konzept verkauft, das bei dir nie ankommt. Genau dafür sind die folgenden sieben Fragen gedacht.
Agentur, Beratung oder Freelancer: der Unterschied
Bevor du überhaupt anfragst, lohnt sich die Frage, wen du eigentlich suchst. Eine klassische Agentur arbeitet oft im Team. Ein Verkäufer führt das Erstgespräch, ein Projektleiter koordiniert, und gebaut wird von jemandem, den du nie zu Gesicht bekommst. Für große Vorhaben mit vielen parallelen Baustellen kann das der richtige Weg sein.
Eine Unternehmensberatung analysiert meist stärker, als sie selbst baut. Am Ende bekommst du ein Konzept. Umsetzen musst du es mit einem anderen Anbieter oder mit deinem eigenen Team.
Ein Freelancer oder ein Einzelunternehmer baut in der Regel selbst, hat aber auch nur die eine Kapazität. Für ein einzelnes System oder einen einzelnen Agenten reicht das oft. Für zehn parallele Projekte in einem großen Konzern eher nicht.
Für ein Erstgespräch heißt das: Frag zuerst, in welcher Rolle dein Gegenüber überhaupt mit dir spricht. Der Rest der sieben Fragen baut darauf auf.
KI-Agentur auswählen: 7 Fragen vor dem Erstgespräch
1. Wer baut es wirklich?
Warum das wichtig ist: Im Verkaufsgespräch sitzt oft die erfahrenste Person am Tisch. Sobald der Auftrag unterschrieben ist, wandert die Arbeit an ein Junior-Team, das die Themen nur aus der Übergabe kennt. Was im Gespräch versprochen wurde, geht dabei leicht verloren, weil die Person, die es zugesagt hat, mit dem eigentlichen Bau nichts mehr zu tun hat.
Woran du eine gute Antwort erkennst: Eine ehrliche Antwort nennt dir die Person, die tatsächlich baut, nicht nur eine Rolle. Wenn die Antwort ausweicht oder nur von „unserem Team“ spricht, ohne jemanden konkret zu benennen, frag noch einmal nach. Und frag ruhig auch, ob du während der Umsetzung direkten Kontakt zu genau dieser Person hast, oder ob du dich künftig durch ein Ticketsystem arbeiten musst.
2. Gibt es einen Festpreis vor dem Start?
Warum das wichtig ist: Ohne Festpreis trägst du das Risiko, wenn ein Projekt länger dauert als geplant. „Nach Aufwand“ klingt fair, ist es aber nur, wenn du selbst genau abschätzen kannst, wie viel Aufwand realistisch ist. Als Käufer kannst du das meistens nicht.
Woran du eine gute Antwort erkennst: Ein seriöser Anbieter kann dir nach einer kurzen Analysephase einen klaren Preis nennen, bevor irgendetwas gebaut wird. Bleibt die Antwort vage oder taucht der Preis erst nach dem Start auf, ist das ein Warnsignal.
3. Gibt es nachprüfbare Kundenfälle mit Zahlen?
Warum das wichtig ist: „Wir haben schon viele Kunden begeistert“ sagt nichts. Ein Kundenfall mit einer konkreten Zahl, gesparte Stunden, verarbeitete Anfragen, ein Zeitraum, lässt sich wenigstens gedanklich nachvollziehen und einordnen.
Woran du eine gute Antwort erkennst: Du bekommst eine konkrete Ausgangslage, eine konkrete Lösung und eine konkrete Zahl zum Ergebnis, nicht nur ein Logo oder einen anonymen Erfahrungsbericht.
4. Was passiert mit meinen Daten?
Warum das wichtig ist: Ein KI-Agent liest oft E-Mails, Rechnungen oder Kundendaten. Wo diese Daten verarbeitet werden und wer Zugriff hat, betrifft dich als Unternehmer in Österreich unmittelbar, DSGVO eingeschlossen.
Woran du eine gute Antwort erkennst: Der Anbieter kann dir ohne Umschweife sagen, welche Systeme im Hintergrund laufen und wo. Wenn niemand weiß oder sagen will, wo deine Daten am Ende landen, ist das ein Problem, kein Detail.
5. Gehört mir das System, kann ich es selbst bedienen?
Warum das wichtig ist: Manche Anbieter bauen dir ein System, das nur mit ihrer Betreuung läuft. Du bist damit dauerhaft von genau diesem Anbieter abhängig, auch für kleine Änderungen.
Woran du eine gute Antwort erkennst: Eine gute Antwort erklärt dir, wie du das System nach der Übergabe selbst bedienst und wo die Grenze zur externen Betreuung liegt. Findet sich darauf keine klare Antwort, frag konkret nach, was passiert, wenn du den Anbieter wechseln willst.
6. Was sagt die Agentur, was KI nicht kann?
Warum das wichtig ist: Jeder kann dir erzählen, was KI alles kann. Spannender ist, wer dir ungefragt sagt, wo die Grenzen liegen. Das zeigt dir, ob du ein realistisches System bekommst oder ein Versprechen, das später nicht hält.
Woran du eine gute Antwort erkennst: Eine gute Antwort benennt konkrete Aufgaben, die besser bei einem Menschen bleiben, etwa Entscheidungen mit echtem Ermessen oder Situationen, die Fingerspitzengefühl brauchen. Wer dir erzählt, KI könne im Grunde alles übernehmen, verkauft dir eher ein Versprechen als ein System.
7. Wie sieht der erste kleine Schritt aus?
Warum das wichtig ist: Ein großes Rundum-Konzept auf einmal ist teuer und riskant. Der erste Schritt zeigt dir, ob die Zusammenarbeit funktioniert, bevor viel Geld gebunden ist.
Woran du eine gute Antwort erkennst: Der Anbieter kann dir einen einzelnen, klar abgegrenzten ersten Schritt nennen, zum Beispiel einen Prozess oder eine Aufgabe, an der ihr gemeinsam startet. Kennt die Antwort nur „das große Gesamtkonzept“, ist das erste Ergebnis weit weg.
Warnzeichen
Manche Antworten im Erstgespräch verdienen einen zweiten Blick. Dazu zählen Zusagen, die nach einer einzigen Stunde schon Prozentzahlen zu Zeitersparnis nennen, ohne deinen Betrieb zu kennen. Dazu zählt auch, wenn niemand erklären kann, welche Aufgabe zuerst angefasst wird, aber sofort ein Vertrag auf dem Tisch liegt. Und dazu zählt, wenn eine Absicherung nach unten fehlt: kein Festpreis, keine Referenz, keine Antwort auf die Datenfrage.
Ein weiteres Warnzeichen: Druck, sofort zu unterschreiben, mit einem Rabatt, der angeblich nur heute gilt. Ein Anbieter, der dein Problem wirklich lösen will, hat kein Interesse daran, dich in ein Gespräch zu drängen, das du dir nicht in Ruhe noch einmal durch den Kopf gehen lassen kannst.
Keine dieser Fragen entscheidet allein. Zusammen zeigen sie dir aber, ob du mit jemandem sprichst, der dein Problem wirklich lösen will, oder mit jemandem, der zuerst den Abschluss will.
Wie ich das selbst handhabe
Ich bin Einzelunternehmer. Wenn du mit mir sprichst, sprichst du mit dem, der später auch baut, nicht mit einem Vertrieb, der danach übergibt. Nach der Analyse bekommst du einen Festpreis, bevor irgendetwas startet, und während der Umsetzung siehst du Zwischenstände statt einer monatelangen Blackbox. Mein Sitz ist in Vöcklabruck, regelmäßig bin ich auch in Wien.
Ob das für dich passt, kannst du am besten selbst einschätzen, wenn du dir meine KI-Agentur-Seite für Oberösterreich und Wien ansiehst oder dir echte Kundenprojekte mit Zahlen anschaust.
Willst du erst selbst einschätzen, wo bei dir der größte Hebel liegt? Der kostenlose Hebel-Check gibt dir das in wenigen Minuten. Und wenn du direkt reden willst: Das kostenlose Erstgespräch ist unverbindlich und dauert 30 Minuten.
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